„Digitalisierung & Hatespeech“

04.04.2018 bis 08.04.2018

Vom 04.-08.04.2018 können sich junge Multiplikator_innen in einem Seminar fortbilden, in dem es darum geht, Hassrede entgegenzutreten und spielerische Methoden in der politischen Bildung einzusetzen.

In der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein ist ein neues Projekt an den Start gegangen, das nun zu einem weiteren Seminar einlädt: Im Modellprojekt „#Dislike – Kontrapunkte gegen Hass im Netz“ werden Jugendliche und junge Erwachsene bestärkt, auf Hassrede im Internet zu reagieren.

Vom 4. bis 8. April 2018 sind Jugendliche ab 16 Jahre und junge Erwachsene, die ehrenamtlich, freiberuflich und hauptamtlich in der politischen (Jugend-)Bildung aktiv sind oder sein werden, eingeladen, sich fortzubilden. Auszubildende können die Seminare als Bildungsurlaub beantragen.

Wer mehr erfahren oder sich anmelden möchte, nimmt bitte Kontakt zu Bildungsreferent Marc Rüdiger auf: m.ruediger@kurt-loewenstein.de - Tel.: 033398-8999-16 - oder füllt das unten verlinkte Formular aus!

Worum geht es?

Wie gehen wir mit den Herausforderungen und Chancen der digitalen Zivilgesellschaft um? Wie können wir unsere sozialen und politischen Werte im Netz erhalten?

Unsere sozialen Interaktionen finden zunehmend in digitalen Räumen statt, in denen ein sozialer Umgang herrschen sollte, wie wir ihn uns allgemein in unserer Gesellschaft wünschen. In sozialen Netzwerken sind Ausprägungen von Ideologien der Ungleichwertigkeit in Form von Hassrede alltäglich; und viele Jugendlichen rezipieren die Meinungen ohne pädagogische Begleitung oder Werkzeuge, mit diesen diskriminierenden Äußerungen umzugehen. Die Einflussnahme von einzelnen Gruppierungen auf öffentliche Diskussionen im Netz nimmt zu; hierbei wird gezielt das öffentliche Bild gestört und manipuliert, womit die Online-Prozesse auch gesellschaftliche Folgen haben.

Diese diskriminierenden Äußerungen zu moderieren oder zu diskutieren ist für Einrichtungen, Verlage und Redaktionen ressourcenverschlingend. Es benötigt hierbei couragierte Menschen, die ein Zeichen für diejenigen setzen, die unentschlossen die Diskussionen mitverfolgen und nicht von einer scheinbaren Mehrheit beeinflusst werden sollen.

Ziele des Seminars sind deshalb, Ideologien der Ungleichwertigkeit in Form von Hassrede erkennen und reflektieren zu können, Möglichkeiten des couragierten Entgegentretens gegen Hassrede aufzuzeigen und Module für die pädagogische Arbeit zu entwickeln, in denen es um Hate Speech und Digitalisierung geht.

Besonders im Fokus werden dabei spielerische Methoden stehen: Mini-LARPs und Alternate Reality Games. Im Mini-LARP „Datenwelten - 2084“ geht es um die Auseinandersetzung mit dem digitalen Agieren im Hier und Heute und Implikationen für die Zukunft. Das Alternate Reality Game „Data-Run“ bietet einen spielerischen Zugang zum Thema Überwachung und Datenschutz.

Die Teilnehmenden des Seminars sollen die Methoden selbst erleben und angeregt werden, selbst etwas Ähnliches in ihrer zukünftigen didaktischen Arbeit einzusetzen. Mit dem gleichen Ziel werden sie außerdem eigene Memes oder Clips entwickeln und anschließend anderen zur Verfügung stellen.

Weitere Einzelheiten des Programms sind dem Seminarplan zu entnehmen.

Ein Seminar in Kooperation mit Mediale Pfade Berlin e.V.

Die Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein ist anerkannter Bildungsträger der Bundeszentrale für politische Bildung.

Beginn und Ende:
Das Seminar beginnt am Mittwoch, dem 4. April 2018, um 18 Uhr und endet am Sonntag, dem 8. April, gegen 15:30 Uhr.

Teilnahmebeitrag:
Der Teilnahmebeitrag beträgt je 85,- Euro.

Übernachtungszimmer:
Zur Übernachtung stehen Mehrbettzimmer zur Verfügung. Alle Zimmer sind mit einem eigenen Bad ausgestattet.

Kontakt und Ansprechpartner:
Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein
Marc Rüdiger
Freienwalder Allee 8-10
16356 Werftpfuhl
Tel.: 033398 - 8999-25
E-mail: m.ruediger@kurt-loewenstein.de