„Was kann ich werden?“ - Berufsorientierung der Goetheoberschule Trebbin

24.02.2026 | 

Vom 09.-13.02.2026 führten wir ein Seminar zur Berufsorientierung gemeinsam mit Schüler*innen und Begleitpersonen aus der Goetheoberschule Trebbin für fünf Tage in der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein durch.

Seminar zur Berufsorientierung mit Schüler*innen der Goetheoberschule Trebbin

In der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein fand im Februar 2026 ein fünftägiges Berufsorientierungsseminar statt, an dem Schüler*innen der Goetheoberschule Trebbin gemeinsam mit ihren Begleitpersonen teilnahmen.

Der Einstieg in das Seminar erfolgte über biographische Methoden, die dazu dienten, die individuelle Lebenssituation der Teilnehmenden zu erfassen – einschließlich persönlicher Interessen, familiär geprägter Vorstellungen und des sozialen Umfelds. Diese Grundlage bildete die Basis für individuelle Beratungsgespräche im weiteren Seminarverlauf. Dabei rückten die eigenen Wünsche und Zukunftsaussichten der Jugendlichen in den Mittelpunkt, auch wenn diese mitunter von Erwartungen aus dem familiären Umfeld abwichen. Gemeinsam wurden persönliche Kompetenzen, Stärken und Fähigkeiten herausgearbeitet. Themen wie der gesellschaftliche Stellenwert von Arbeit oder persönliche Vorstellungen zu Familie und Beruf ermöglichten es, eigene Träume mit realen Möglichkeiten abzugleichen. Darüber hinaus wurden Fragen rund um Diskriminierung und gesellschaftliche Rollenzuweisungen aufgegriffen, um das Bewusstsein für Geschlechtergerechtigkeit zu stärken.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden wurden fortlaufend berücksichtigt und die weitere Gestaltung des Seminarverlaufs integriert. Besonders geschätzt wurde die Möglichkeit, sich in einem begleiteten Rahmen intensiv mit der eigenen Person und den persönlichen Zukunftsvorstellungen zu beschäftigen. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebensweg – und mit Arbeit als Teil davon – wurde gut angenommen. Für einen Teil der Gruppe war der konkrete Schritt, eine passende Berufsperspektive zu entwickeln, noch nicht greifbar, was angesichts des Alters der Teilnehmenden nachvollziehbar ist. Auch in diesem Zusammenhang konnte konstruktiv gearbeitet werden – beispielsweise zu Themen wie Work-Life-Balance oder langfristigen Perspektiven. Einzelne Teilnehmende, die dem Thema Arbeit zunächst skeptisch gegenüberstanden, wurden durch Impulse zu sozialstaatlichen Unterstützungsangeboten sowie zur Frage nach nachhaltiger persönlicher Zufriedenheit aktiv in die Auseinandersetzung einbezogen.

Bildungsreferentin Lina Urbat betont dabei den besonderen Wert des Lernorts: „Die Lernerfahrung in einer Jugendbildungsstätte unterscheidet sich grundlegend vom schulischen Alltag. Durch non-formale Bildungsmethoden, die in Kleingruppen und von erfahrenen Fachkräften der außerschulischen Jugendbildung begleitet werden, entsteht eine Atmosphäre, in der aktive Beteiligung leichter fällt und Freude am Lernen wachsen kann.“

Förderhinweis: Das Vorhaben wird aus Mitteln der Europäischen Union, der Bundesagentur für Arbeit und des Landes Brandenburg gefördert.